Der Weg ist das Ziel bei 6000 km in 2 Wochen, vom 15.7.2023 – 30.7.2023, das war eine grandiose Fahrleistung, die uns (Daniel, Lukas, Barbara und Andreas) im Norden weit über den Polarkreis auf die Lofoten und Vesterålen, nach Lappland und über Stockholm wieder zurück gebracht hat. Mit dabei war diesmal wieder Wapi, die einiges zu erzählen hat über hundefreundliche Urlaubsländer und insbesondere über die Freuden und Tücken beim Wandern und Gassigehen. Natürlich wollen wir Photos der schönen Natur zeigen, über die Nacht im Eishotel berichten und auch über unsere Erfahrungen mit nordischen Essgewohnheiten.

Nach einem tollen Familientreffen ging es von Kiel nach Hirtshals, wo uns abends die Fähre nach Bergen an Bord nahm. Vorher bekam Wapi am Strand nochmal ordentlich Auslauf, das war gut, denn die Hundeecke an Bord wollte sie am liebsten gar nicht besuchen.

Dafür hat sie morgens in der Hundekabine ein Ständchen gesungen.

Gestärkt durch ein Fühstücksbüffett auf der Fähre und ausgestattet mit einen ordentlich Vorrat an Cider für die nächsten Abende stand in Bergen ein Stadtbummel auf dem Programm. Auch wenn das Wetter nicht ideal war, ist Bergen die sehenswerteste Stadt unserer Fahrt geworden, mit einer tollen, sehr mittelalterlich wirkenden, Altstadt, die in Norwegen Brygge heißt.

Nachdem wir am Fischmarkt noch einem Elchburger gegessen hatten, haben wir noch bei Grieg in Troldhaugen vorbeigeschaut, bevor es bei heftigem Dauerregen zu unserer ersten Übernachtung in fest eingerichtten Zelten in Botnen Camping am Sognefjord ging. Zum Glück waren die Zelte mit einem Elektroofen ausgestattet!
Am nächsten Tag fuhren wir zeitig weiter, Frühstück mit Waffeln gab es nach der ersten Fähre in einem kleinen Imbiss neben dem Supermarkt. Der Regen wurde etwas weniger und die Strecke führte uns bergauf und bergab meist an steilen, sehr günen Berghängen mit vielen Wasserfälle vorbei. Ob die vielen Wasserfälle nur am Regen lag? Die tief hängenden Wolken erzeugten jedenfalls eine eindrucksvolle Stimmung, bei der man gerne an Trolle glauben konnte.

Die Fahrt ging weiter durch gebirgiges Gelände mit vielen Gletschern. Für die letzte Strecke zu unserem Zwischenziel in Geiranger hatten wir uns eine Fähre ausgesucht, die uns eine Stunde lang von Hellesylt den Geirangerfjord entlang brachte und unter anderem an den sieben Schwester vorbei führte … auch wenn wir nur 6 zählen konnten.

Geiranger selbst ist ein von vielen Touristen heimgesuchtes Dorf, in dem auch große Kreuzfahrtschiffe anlegen. Wir haben auf eine Besichtigung verzichtet und uns den Fjord lieber nochmal von der Adlerkehre aus angesehen, bevor wir zu unserer Unterkunft am Trollstigen weitergefahren sind. Irgendwo unterwegs wollten wir noch etwas essen, und so haben wir das zweite Mal das auf fast jeder Karte zu findende wichtige Gericht der Norweger gegessen: Burger. Diesmal in einem Imbiss neben den Supermärkten. Die Bergstrecke mit vielen Haarnadelkurven und die Bergwelt am Trollstigen war beeindruckend, hier gab es gut besuchte mit Holzstegen ausgebaute Wanderwege, die wir aber nur aus dem Auto gesehen haben, denn die abendliche Gassirunde wollten wir von unserer Hütte am Trollstigen Camping and Gjestegård aus machen. Leider wurde sie kürzer aus erwartet, denn die Pfade endeten ziemlich bald in hüfthoher Vegetation oder an steilen Abhängen.
Und weiter ging die Fahrt über die Atlantikroute, die uns viele Kilometer über Inseln führte von denen die ersten ca. 10 km einen großartigen Blick auf den Atlantik zu beiden Seiten und der Gelegenheit für zwei schöne Wanderungen auf den Schären boten. Nachmittags erreichten wir bei Sonnenschein unser Hotel mitten in Trondheim.


In Trondheim gibt es einige hübsche Häuser und einen Dom zu sehen, man kann in den Parks gut mit Wapi laufen und es werden auch viele gute Lokale genannt, leider waren in den meisten aber keine Hunde erlaubt, bis wir nach einigem Suchen einen Mexikaner gefunden haben, der uns mit Wapi eintreten ließ. Hier gab es gute Cocktails, Burger und …
Nach einem ausgiebigen und vielseitigen Frühstück setzten wir uns wieder ins Auto, fuhren weiter nach Norden. Die Landschaft veränderte sich, zwischen den Bergen gab es Wälder und bunte Wiesen und die Wolken hingen nicht mehr so tief. Wir freuten uns über den blauen Himmel und die Sonne bei einem Abstecher zum Wasserfall Laksforsen, an dem man gut bis ans Wasser kam und über die Felsen klettern konnte.

Nach der Übernachtung in einer Hütte in Yttervik Camping haben wir den Polarkreis erreicht, ein guter Grund für einen Stopp mit Wanderung über Kraut und Steine – und vorbei an Touristen, die diesen Ort für ein Bewerbungsgespräch nutzten …

Danach ging es zügig weiter, in Bodö startete mittags die Fähre auf die Lofoten, die Überfahrt war zwar etwas windig, aber wir hatten einen sonnigen Platz an Deck und erblickten nach ca. 3 Stunden das erste Mal die Lofoten. Und passend zu unserem Reisewetter hingen einige Wolken tief über den steil aus dem Meer aufragenden Bergen.

Nach den Lofoten verbrachten wir noch einem tollen Tag auf den Vesterålen, die noch etwas weiter nördlich liegen. Auch wenn nun schon Ende Juli war ging in dieser Gegend die Sonne erst nach Mitternacht unter, so dass es niemals dunkel wurde.

Die Rückreise über Schweden begann mit einem weiteren Erlebnis: einer Übernachtung im Eishotel, allerdings nicht für Hunde und ihre Herrchen.



Und wieder hat sich die Landschaft verändert, die Bäume werden höher und unter ihnen wachsen Blaubeeren und Preiselbeeren, hier konnte man durch die Wälder streifen, allerdings am besten mit Mückenschutz.
Lukas hatte auf dem Weg wieder einige schöne Nationalparks gefunden und uns zu Schluchten, Wasserfällen und über Moore geführt. Die Hundetauglichkeit der Wanderungen war leider nirgendwo vorher ersichtlich.





Das letzte Ziel unserer Reise war Stockholm, hier hatten wir einen Nachmittag für die Altstadt mit Kaffee und Kuchen und danach einen Blick auf das Schoss.

Für unsere letzten Übernachtung hatten wir uns ein Gutsschloss ausgesucht mit Abend, an dem uns am besten das der Blick vom Balkon beim Frühstück gefiel. Nach einem Blick auf Malmö ging es dann abends für Daniel und Lukas von Kopenhagen aus zurück, während Wapi mit Barbara und Andreas noch einige Tage in Haffkrug verbringen durfte.