Kategorien
Erfahrungen Es schmeckt Südamerika

Atemberaubendes Bolivien

Von São Paulo geht es einmal quer von Ost nach West über Regenwald und Berge nach Santa Cruz und gleich weiter in den Amboro Nationalpark – in das Refugio Los Volcanes.

Hier mitten im Nebelwald ist alles grün, die Phototruppe ist komplett und wir und gewöhnen uns auf ca.1.000 Metern ein wenig an die Höhenluft.

Nach 2 Tagen des gegenseitigen Kennenlernens fliegen wir von Santa Cruz nach Sucre, der konstitutionellen Hauptstadt, was uns auf 2.810 m bringt.

In Sucre versuchen wir auf Plätzen, Straßen und den Markthallen die Peoplephotographie – mit gemischten Ergebnissen, denn die Begeisterung von Fremden fotografiert zu werden ist im Allgemeinen sehr gering, da hilft europäischer Charme wenig, besser schon ist es, etwas einzukaufen wie die leckere Chirimoya bei Miriam.

Aber es soll später auf der Reise noch schwieriger werden, besonders die indigene Bevölkerung ist meist ablehnend gegenüber Touristen mit Photoausrüstung. Das ist schade, denn mit ihrer traditionellen Kleidung bestehend aus verschiedensten Kopfbedeckungen, einem Rock mit diversen Unterröcken, dem Schultertuch und den Wollstrümpfen, wären sie alle ein wunderbares Motiv. 

Sucre ist dominiert von der kolonialen Vergangenheit mit vielen weißen Häusern und Kirchen, die ihre spanische Herkunft und die lange Tradition als Bischofssitz deutlich zeigen.

Zudem muss festgehalten werden, dass es in Bolivien überragend gutes Essen gibt, Highlights waren sowohl die Restaurants in Sucre und La Paz als auch unterwegs, wenn unsere Köchin Alina für uns etwas gezaubert hat, wie zum Beispiel mitten auf dem Salar mit dem perfekt gedeckten Tisch.

Nach 2 Tagen in Sucre geht es über Potosi, einst eine der reichsten Städte der Welt mit seiner mächtigen historischen Silbermine, nochmal 1.000m höher nach Uyuni, wo wir trotz einer Fahrzeugpanne pünktlich zum Sonnenuntergang am Eisenbahnfriedhof ankommen.

Das ist ein Szenario, das wir dank Dirk, unserem Photoguide, auch noch für spektakuläre Nachtaufnahmen nutzen können.

In Uyuni steigen wir mit unserer Köchin Alina und den beiden Fahrern in die Geländewagen, es geht nun immer höher hinauf in eine im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubende Landschaft. Die nächsten Tage bringen sie uns zu verschiedenen Lagunen, die meist auf über 4.000m Höhe liegen und von tausenden Flamingos bewohnt sind.

Auch Lamas und wie hier Vicuña leben an den Ufern.

Wir fahren durch die Siloli-Wüste, vorbei am Steinbaum und erreichen nachmittags die Laguna Colorada mit ihrem roten Wasser und den imposanten Vulkanen im Hintergrund.

Unsere Unterkunft liegt in einem einsamen Dorf, es gibt Wärmflaschen für die Nacht, das war richtig angenehm, wenn auch nicht zwingend notwendig – und abends um 21:00 wird der Strom abgeschaltet oder die Akkus sind leer…

Am frühen Morgen geht es nochmal zur Laguna Colorada, unser Ziel ist es, fliegende Flamingos, die sich in der Lagune spiegeln, zu photographieren.

Nun kommen wir an den höchsten Punkt dieser Reise auf fast 5.000m und sehen kurz danach an den kochenden Schlammlöchern und Fumerolen von Sol de Mañana, wie aktiv hier die Erde ist – überall qualmt und blubbert es, in der Luft ist viel Schwefel und wenig Sauerstoff.

Die Route führt uns durch Hochmoore und gewaltige Felslandschaften.

Zwischen den riesigen Steinblöcken stellt sich uns ein Vizcacha aus der Familie der Chinchillas als Model zur Verfügung. (danke Anne, dass Du es entdeckt hast!)

Durch die faszinierende Landschaft des Cañón de peñas blanca geht es vorbei an einem Dorf, dass nur noch von 2 Familien bewohnt wird, nach San Juan in unser erstes Salzhotel.

Der Salar de Uyuni ist mit mehr als 10.000 Quadrat­kilometern der weltgrößte Salzsee. Das Salz wird zu Ziegeln für den Hausbau, aber auch auch für die industrielle Nutzung, abgebaut.

Das Brautpaar aus Bolivien möchte von uns photografiert werden.

Auf dem Salar kraxeln wir über die Inseln Pia Pia und Pescado – und finden dabei immer neue photogene Ausblicke.

Der Sonnenuntergang auf dem Salar beeindruckt uns sowohl auf der Isla del Pescado – und belohnt uns für den Aufstieg von etwa einer Stunde wie auch für den Abstieg bei Dunkelheit – als auch mit dem optimalen Licht zum Ausleuchten der Polygonalstrukturen und dazu noch mit tollen Wolken.

Nachdem beide Geländewagen glücklicherweise wieder auftanken konnten – es hat nur einen Abend und den nächsten Morgen gedauert, gerade in den Städten sind die Schlangen an der Tankstelle viele Kilometer lang und niemand weiß, wann es wieder Diesel oder Benzin gibt und wieviele Tage man warten muss – machen wir uns auf den Weg nach Sajama, ….

Alpakas sind richtig knuffig!

Nun möchten wir den Sajama, den mit 6.542m höchsten Vulkan Boliviens sehen, was uns nachdem sich die Wolken ein wenig auflösen auch fast vollständig gelingt. Auf jeden Fall mal wieder ein gelungener Sonnenuntergang!

Zum Sonnenaufgang soll es zu den Alpakas gehen, die morgens ihre geschützten Koppeln am Fuß der Vulkane Parinacota und Pomerape verlassen und in langer Reihe auf die Weiden ziehen sollten.

Danach gibt es einen Spaziergang über die Felder mit Geysiren während Alina und unsere Fahrer das Frühstück mit Api und Buñuelos zaubern – super lecker!

Und vor der Weiterfahrt nach La Paz gnießen wir noch ein schönes warmes Bad in den heißen Quellen.

La Paz, in einem engen Kessel neben El Alto auf ca. 3.200 bis 4.100m gelegen, ist der Regierungssitz Boliviens und aufgrund des Höhenunterschieds von knapp 1.000 m mit über 30km Seilbahnen anstelle von U-Bahn oder S-Bahn erschlossen. Sie verlaufen über endlosen Straßenmärkten.

Der Aufenthalt in La Paz musste auf einen Tag verkürzt werden, denn am Sonntag sind Stichwahlen in Bolivien und damit verbunden absolutes Fahrverbot, so dass wir die Isla del Sol einen Tag früher anfahren müssen und den Wahltag dort verbringen dürfen.

Der Weg nach Copacabana am Titicacasee ist mit einer abenteuerlichen Überfahrt verbunden. Der Titicacasee ist der größte See Südamerikas – auf einer Höhe von 3.800m sind wir nun wieder in sehr angenehmen Gefilden.

Auf die Isla del Sol werden wir dann mit Motorbooten gebracht, deren offenes Oberdeck mein Lieblingsplatz wurde. Die Sonneninsel selbst wird überwiegend von Bauern, Fischern, Lamas, Alpakas, Eseln, Schafen und Hühnern bewohnt, Fahrzeuge oder Maschinen gibt es keine. Aber auch andere Touristen sind kaum zu sehen.

Hier ist man der Erde und der Natur nahe, dazu ein Pachamanca, ein Erdessen aus dem Watia, dem Ofen, in dem erst die Steine erhitzt werden, bevor diese dazu dienen das Essen zu garen, sowie das Ritual des Schamanen für die Patchamama fühlen sich genau richtig an.

Vom höchsten Punkt der Isla del Sol aus genießen wir den Sonnenaufgang mit Blick nach Peru.

Kategorien
Intermezzo Südamerika

São Paulo

São Paulo ist mit über 10 Millionen Einwohnern die größte Stadt Brasiliens, liegt im Landesinneren und ist dessen Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum. Ich bin sehr gespannt auf meine erste Großstadt in Südamerika und da ich nur kurze Zeit dafür habe, lasse ich mir 2 Tage von Werner Rudhart seine Wahlheimat zeigen – es beginnt mit einem abendlichen Kennenlernen bei einem Bier in einer Bäckerei… ein besonderer Trend in São Paulo.

Meinen Ausgangspunkt habe ich in der Nähe der Avenida Paulista gewählt, ursprünglich die Prachtstrasse der Kaffeebarone, dann das wirtschaftliche Zentrum und inzwischen der Ausgangspunkt für multikulturelle Lebenskunst.

Am Sonntag wird die Avenida Paulista zur Fußgängerzone, besonders beliebt bei Joggern, Fahradfahrern und vielen anderen Sportlern aber auch Straßenverkäufern und Künstlern aller Art.

Aber nicht nur die Avenida Paulista ist den Fußgängern vorbehalten, auch andere Straßen wurden autofrei, zur Freude von Mensch und Tier.

Dass Kultur in São Paulo groß geschrieben wird, fällt an vielen Stellen auf, nicht zuletzt in der Metro, besonders aber durch die weit verbreitete, kreative Street-Art Szene, die schon bei der ersten, frühmorgendlichen Fahrt vom Flughafen ins Zentrum ins Auge springt. So sind fast alle freien Flächen an den Hochhäusern mit Graffiti belebt, der Park der Biennale ist gut besucht – und die Ausstellung ist für alle frei zugänglich.

Vila Madalena mit den Straßenflohmärkten und dem bunten Treiben in der Beco do Batman sind ein weiteres Highlight dieser vielschichtigen modernen Großstadt.

Kategorien
Europa Intermezzo

Auf dem Postschiff

Nordlichter haben wir noch nie gesehen, auch 2024, als sie immer wieder bis nach Bayern gesichtet wurden, sind wir vergebens auf die Suche gegangen. Aber nun soll es endlich klappen! Aber auch auf einer Fahrt mit den Hurtigrouten von Bergen nach Kirkenes und zurück braucht man ein wenig Glück um Nordlichter zu sehen, denn selbst wenn sie eigentlich da sein sollten muss ja noch das Wetter mitspielen. Und dann erkennen wir sie nur auf den Photos … wenn die richtige Einstellung gewählt war.

Wir – meine Freundin Petra und ich – hatten Glück und viel Spaß auf dieser Reise, auch wenn wir kurzfristig auf das älteste und kleinste Schiff der Flotte, die Vesteralen, umziehen mussten. Es war nicht überfüllt, unseren Platz mit Aussicht auf Deck 6 mit luftgekühlten Getränken hatten wir fast immer für uns alleine. Selbst beim besten Nordlicht gab es kein Gedränge! Auch das Wetter spielte glücklicherweise fast immer mit: bei frühlingshaften Temperaturen konnten wir den Ausblick auf Alesund genießen und dass wir nicht mit dem Rentierschlitten fahren konnten machte die Gesellschaft von vielen anhänglichen und neugierigen Rentieren in wunderbarer Umgebung wett. Und dann konnten wir sogar die getrockneten Fische auf den Lofoten fotografieren, obwohl die Informationen zum Weg ziemlich daneben lagen. Nur die letzten zwei Tage waren stürmisch mit Smoothie, der beim Frühstück ungebremst über den Tisch flog – in einem recht leeren Speisesaal – und einem wegen Unfallgefahr gesperrten Außenbereich. Da fiel der Abschied von Bord nicht schwer.

Kategorien
Asien Erfahrungen

Nepal

Nepal ist ein kleines, finanziell ziemlich armes Land mit einer reichen Kultur, majestätischen Bergen, tief verwurzelten spirituellen Traditionen und liebeswerten, offenherzigen, gastfreundlichen und fröhlichen Menschen.

Als Land, das die höchsten Berge hat, ist Nepal natürlich bei allen Bergsteiger beliebt, doch daneben gibt es noch sehr viel mehr. Allein das Kathmandutal mit seinen sieben Weltkulturerbestätten bietet ein Erlebnis der besonderen Art: gelebte und belebte Geschichte und Kultur. Hier findet sich inmitten von 1,6 Millionen Einwohnern eine bis zu 2.000 Jahre alte Kultur mit beeindruckenden Stupas, sehenswerten Palästen, Tempeln, Pagoden und Heiligtümern umgeben von Geschäften, Restaurants, Brunnen und vielen Tauben.

Nach zwei Tagen im Kathmandutal verteilen wir uns in zwei Jeeps und fahren 200 km entlang des Trishuli und Marsyangdi Flusses in das Annapurna Schutzgebiet. Hier wird das Leben ländlicher und die Unterkünfte einfacher. Unsere erstes Teehaus in Bahundanda fordert uns besonders heraus, unter anderem weil es viele Stufen hinauf geht, um am nächsten Morgen beim Frühstück den versprochenen Superb View zu genießen.

Die Beschreibung war zutreffend, aber kreativ, und ob die Dusche heißes Wasser hat, wollte ich nicht probieren – ein Photomotiv war sie auf jeden Fall.

Bevor wir weiterfahren gibt es eine Photosession mit Dorfbewohnern, dann geht durch die Reisfelder, hier photografieren wir auch noch einen 80jährigen Bauern.

Die Strecke dieses Tages beträgt 35 km und dauert 5 Stunden, so dass wir noch Zeit haben für den Wasserfall, neben dem es zum Mittagessen das nepalesische Nationalgericht Dal Bhat, bestehend aus Linsensoße (Dal), Reis (Bhat), Gemüsebeilage (Takari), einem Curry, etwas scharfes Chutney und oft noch Papadam, gibt.

Am Nachmittag kommen wir in Timang an, suchen uns das Gericht für das Abendessen aus – nehme ich wieder Dal Bhat? – machen einen Rundgang durch das hübsche Dörfchen und hoffen, dass die Wolken sich verziehen, denn wir möchten unseren ersten 8000er sehen, den Manaslu.

Nachdem die Berge sich abends noch versteckt haben werden morgens Bergspitzen sichtbar.

Weiter geht es auf abenteuerlichen Straßen mit tiefen Abgründen und hohen Bergen zum Mittagessen nach Bhratang, wo auf über 3.000 m Höhe Apfelplantagen zu finden sind und wo Nepals Cider hergestellt wird.

Bei Pisang liegt der smaragdfarbenen See Mricho Tal. Dahinter fahren wir die Strecke über Ghyaru, das auf 3.700 Meter gelegene höchste, älteste, Dorf unserer Reise.

Hier erleben und photografieren wir das Dorfleben in und um die Steinäusern, natürlich gegen einen vernünftigen Beitrag zur Lebenshaltung, die in dieser entlegenen Region nicht billig ist … naja Einzelne wurden dann schon mal gierig, aber die allermeisten haben sich sehr gefreut und hatten Spaß.

Nun wird es langsam Zeit nach Manang zu kommen, aber plötzlich ist vor uns die Strasse durch einen großen arbeitenden Bagger verstellt! Hier haben wir doch Bedenken, dass es einfach weitergeht. Aber in Nepal ist man Meister im Improvisieren, es hat nicht lange gedauerte, bis für uns ein paar Steine den Weg zwar abenteuerlich aber passiertbar machten und wir nach einer tollen Fahrt unser Quartier in Manang beziehen konnten.

In Manang endet die Straße, die Bergsteiger beginnen ihre Touren, nachdem sie tagelang im Staub der Autos unseren Weg begleitet haben, und unsere Unterkunft kann es mit jeder Berghütte in den Alpen aufnehmen. Wir übernachten nun 2 Tage auf 3.560 Meter und die Berge um uns herum, Chulu West, Annapurna II/III, Tilicho Peak, Gangapurna, Pisang Peak wirken trotzdem immer noch majestätisch groß.

Von Manang aus besichtigen wir das alte buddhistische Kloster Bhraka Gompa und die nähere Umgebung mit Dorfleben, Menschen und Tieren.

Nach 2 Tagen in Manang geht es ohne Umweg zurück, aber mit einem längeren Stop an der Lophelling-Internatsschule für 5-10jährige Kinder, die eine große Freude an uns und an unseren Kameras hatten und damit sehr gut umgehen konnten – die schönste Begnung mit den Menschen dieses Landes und ein Highlights der Reise!

Auf dem Weg nach Tal, wo wir die letzte Nacht in den Bergen verbringen werden, begegnet uns ein Stau der besonderen Art: eine riesige Schafherde bevölkert die Strasse. Das muss man sich natürlich näher ansehen und mitlaufen solange es nur im Schritttempo vorwärts geht, denn photogen ist die Situation allemal.

Nach den Bergen wartet Bandipur auf uns, ein schöner autofreier Ort mit hübschen Häusern, einem wunderbaren Hotel nach den Teehäusern der letzten Tage und Aussicht auf die drei 8000er Manaslu, Annapurna und Dhaulagiri – die sich aber meist geziert und hinter dem Dunst versteckt haben. Auch sonst gibt es viel zu sehen bei den verschiedenen Streifzügen durch den Ort, besonders faszinierend ist hier die Peoplephotografie, denn vieles findet auf den Strassen statt und die Menschen sind freundlich und an uns interessiert.

Bandipur hat zudem auch noch eine Seilbahn, die hinunter nach Dumre fährt, ein Ort, in der schon beim Durchfahren ein reges Treiben an den Strassenständen zu beobachten war. Hier habe ich die Möglichkeit genutzt, die Köstlichkeiten der Straßenküche zu probieren.

Gemütlich geht es danach an den Begnas See, wo wir mit Booten zu unserem Resort, das aus vielen Häuschen inmitten eines bewaldeten Hangs besteht, gebracht werden. Die Umgebung ist wieder sehr ländlich und neben einem Ausflug an den Rupa-See, wo wir besonders die Eisvögeln gesucht haben, gibt es auf den Feldern und in den Dörfern viel zu sehen: gerade findet hier die Reisernte statt. Natürlich können wir auch an der Dorfschule nicht vorbeigehen und werden wieder einmal schnell von Kindern umringt.

Im Morgengrauen bringen uns die Boote zurück zu unserem Kleinbus, mit dem es zum Flughafen nach Pokhara geht. Leider hat der Flug nach Kathmandu Verspätung, aber unser Guide Santosh hat einiges bewegt, indem er uns beim Umsteigen ohne Umweg über das Terminal direkt zum Gate des Weiterflugs nach Nepalgunj bringen lässt … und dann allen Reiseteilnehmer im Flugzeug einen Platz auf der Seite mit Blick auf den Himalaya besorgt. Die Berge haben sich wunderbar über den Wolken präsentiert!

Von Nepalgunj geht es weiter in den Bardia-Nationalpark, ein Naturschutzgebiet mit einer Fläche von rund 968 Quadratkilometern ziemlich unberührter Wildnis, das wir bei einer 2-tägigen Jeepsafari auf der Suche nach dem bengalischen Tiger durchqueren. Leider haben wir ihn am Ende nur um Minuten verpasst, aber dafür gibt es Nashörner, Elefanten, Affen, Pfauen, Papagein, viel Rehwild, Vögel und vieles mehr zu beobachten. Nur geduldig muss man sein, wir sind ja nicht auf Safari in Afrika.

Während der Safari zelten wir eine Nacht im Wald am Flussufer, das extra für uns improvisierte Toilettenzelt war ein schönes Beispiel für Kreativität.

Den Abend verbringen wir gemütlich am Lagerfeuer und hören Berichte über die Begegnungen mit den hiesigen Tieren – am nächsten Tag, als unser Jeep auf der Strecke liegenblieb, haben wir uns daran erinnert und schon mal den nächsten Baum zum klettern gesucht.

Nach der Jeepsafari werden wir zum Mittagessen im Gemeindehaus der Tharu gastfreundlich empfangen und können die Köstlichkeiten der Region genießen bevor wir das dörfliche Leben besichtigen.

Aber das ist schnell wieder vorbei, denn am Fluss des Community Forest wurden Nashörner gesichtet und das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Anschließend gab es noch für, die nicht das Glück hatten, während der Safari den Elefanten zu sehen die Heimkehr der zahmen Elefanten durch den Fluss.

Nach einen tollen Abend bei Sonja, die auch unsere Safari organisiert hat, ging der Flug – wieder mit Fensterplatz auf der Seite des Himalaya – zurück nach Kathmandu. Dort erlebten wir zum Abschluß die zauberhafte Atmosphäre von Bhaktapur und kamen gleich mitten hinein in eine ausgelassene Bratabandhan Feier, ein Familienfest, bei Jungen ihre Schnur bekommen.

Nachdem wir die Bratabandhan Feier ausgiebig photografiert haben, geht es weiter in das Zentrum mit seiner historischen Architektur, den vielen Werkstätten und Händlern und dazwischen immer wieder alten Tempelanlagen.

Kategorien
Asien

Delhi

Delhi ist eine Megastadt und nationales Hauptstadtterritorium – die Angaben der Einheimischen schwanken zwischen 27 und 32 Millionen Einwohnern – und es schließt die indische Hauptstadt Neu-Delhi ein. Delhi besticht durch die ummauerte Altstadt, Old-Delhi, mit schmalen, bunten, belebten Gassen aber auch mit großen Strassen, Parks und feinen Wohnorten aus der Kolonialzeit und in einer solchen Gegend hatten wir ein gutes Hotel gewählt, in dem wir auch noch mitten in der Nacht herzlich mit Blumengirlanden empfangen wurden.

Das Frühstück war dann das erste Erlebnis mit gesunden Smoothies, gutem Cappuchino und Masala Tee, scharfen Curries und vielen weiteren neu zu testenden Gerichten, die ohne Ausnahme sehr lecker waren.

Gestärkt ging es dann erstmal hinauf in die Jama Masjid und danach liefen wir in das Getümmel der Strassen und Gassen von Old-Delhi mit viel lautem Verkehr und Fahrzeugen der unterschiedlichsten Art – Motorräder sind auf fast jedem Bild zu sehen. Die Geschäfte hatten sich für Diwali mit Girlanden geschmückt und Einheimische wie Touristen waren unterwegs um zu schauen, in das bunte Treiben einzutauchen oder noch etwas Besonderes für die Feiertage zu kaufen. Da mussten auch wir mithalten, in ein Rikscha steigen, und einen Besuch beim Juwelier und beim Gewürzhändler machen. Natürlich haben wir auch einen Mango Lassi an einem Stand probieren, wieder sehr lecker! Hier waren wir sehr überrascht, dass die Tonbecher, in denen das Lassi serviert wurde, Einweggeschirr darstellten.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, denn Nico brachte uns schon vor dem Frühstück auf den Blumen- und Gemüsemarkt, auf dem der ganze Blumenschmuck für Diwali, aber auch für das tägliche Leben gekauft werden konnte. Es gab frische Blüten und Blumen, die in großen Pakten auf dem Kopf weggetragen oder direkt weiterverarbeitet wurden, wobei die ganze Familie mitgeholfen hat, Girlanden oder auch Trockenblumen.

Auf dem Gemüsemarkt gab es Straßen mit Zwiebeln oder Kartoffeln, riesige Mengen Koriander und grüne Chilies und viele kleinere Händler mit buntem Angebot – dazwischen standen heilige Kühe, gewaltige Trucks, dreirädrige Transporttaxis und viele Zweiräder unterschiedlichster Art.

Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir noch das Safdarjung Mausoleum und die Lodhi Gärten besucht und den Abend mit Wellness und Cocktails im Hotel ausklingen lassen.

Kategorien
Asien

Delhi und Nepal

Zwischen Indien und China liegt ein wunderbares Land mit den höchsten Bergen dieser Welt und vielen ein wenig geheimnisvoll anmutenden Orten. Doch bevor wir dahinkommen führte der Flug uns – meine Schwester Christiane und mich – nach Neu-Delhi und da wir schon dort waren, wollten wir uns diese gigantische Stadt auch etwas genauer ansehen. Dabei geholfen hat uns unserer Guide Nico, der uns zwei Tage durch die Strassen und auf die Märkte von Delhi begleitet hat.

Dann ging es auch schon auf den Flug nach Kathmandu, das uns bereits im Anflug gezeigt hat, dass wir wieder in einer riesigen Stadt mit viel Smog landen. Und wie während unserer Zeit in Delhi war auch hier alles mit orangenen Blumen geschmückt, denn es auch in Nepal wird das Lichterfest Diwali gefeiert, zu dem viele fröhliche Menschen auf den Strassen zu sehen sind. In Kathmandu treffen wir abends die übrigen Teilnehmer und unsere Guides, mit denen wir nun in 17 Tage Nepal erkunden.

Unterwegs im Norden Indiens und in Nepal
Christiane, Nico und unser Rikschafahrer in der Altstadt von Delhi
In Kathmandu beginnt und endet unsere Reise durch Nepal mit seinen vielen Weltkulturerbestätten (Boudhanath)
Kategorien
Afrika

Marokko

Nachdem Edith uns (Barbara und Andreas) 2018 bereits auf eine schöne Reise durch die Königsstädte und in die Wüste geführt hat, wollten wir mehr von diesem Land sehen, natürlich wieder in Abstimmung mit Edith, der absoluten Kennerin für Reisen in Marokko. Startpunkt und Finale sollte wieder in Marrakesch sein, eine Stadt von der ich nicht genug bekommen kann, die immer wieder etwas Neues zu bieten hat und dazu eine einmalige Stimmung.

Am Morgen des dritten Tages holte uns dann unser Fahrer Hassan ab und los ging die Fahrt in den Süden, mit gewaltigen Bergen im hohen Atlas (3 Pässe lagen auf 3.000 Meter) und mit vielen Serpentinen. Wir fuhren durch unterschiedlichste Landschaften, lernten die verschiedenen Formen der Wüste – Erg, Reg und Hamada – kennen und die Küste zwischen Sidi Ifri und Agadir mit langen Sandstränden und großen Wellen, die sich an den Felsen am Atlantik brachen.

Kategorien
Afrika

Der Süden Marokkos

Aber zuerst ging von Marrakesch nach Norden zu den Wasserfällen von Ouzoud. Unterwegs sahen wir eher trockenes Land und erfuhren, dass es in den letzten Jahren wenig geregnet hat, so dass die Erwartung an die Wasserfälle nicht so hoch gesteckt waren. Aber ich wurde positiv überrascht und der Weg an den Fuß der Fälle, mit einem Smoothie zur Stärkung vor dem Rückweg bei Samir, hat sich wirklich gelohnt.

Nach dem ersten Lunch der Tour mit gegrilltem Hühnerbein, Salat, Oliven und Obst ging es weiter über kleine Strassen durch viele Dörfer zum Maison d’hote Tizouit in Demnate. Was für eine tolle Unterkunft und schon wieder so leckeres Essen – hier hätten wir es auch länger aushalten können!

Weiter ging es und wieder wurde ich ein Tal hinabgschickt, zur Naturbrücke von Imi-n-Ifri. Diese kleinen Wanderungen sind bei dem vielen guten Essen auch dringend erforderlich und eine tolle Abwechselung, bevor es weitergeht, immer höher hinauf durch Wiesen mit Mohn und Getreidefelder, auf einer Straße mit vielen Serpentinen in den hohen Atlas, ins Berberhaus Flilou in Agouti (sehr sehr harte Betten), in dem wir den Lunch auf der Dachterasse einnehmen konnten, bevor es zur Erkundung der Umgebung ging. Diesmal wurde ich auf den Berg zum Haus des Marabout geschickt (leider konnte ich nur durch das Schlüsselloch hineinblicken) und bekam einige große und sehr gut erkennbare Dinosuarierspuren zu sehen.

Beim Frühstück am nächsten Morgen waren wir sehr dankbar für die wärmenden Sonnenstrahlen, denn die Temperaturen kamen an diesem Morgen kaum über 10 Grad. Wir waren nun im Hochgebirge und überquerten an diesem Tag 3 Pässe auf ca. 3.000 m Höhe. Dort sahen wir immer wieder Nomaden, zum Teil mit Kind und Sofa auf den Eseln unterwegs, mit Ziegen und Schafen bei weiden und sogar mit einer riesigen Herde Dromedare. Wir haben gelernt: Dromedare haben Angst vor Autos, sie machen riesige Bögen drum herum oder laufen davor weg.

Nach einer Fahrt durchs Tal der Rosen, deren Blüte gerade anfing, ging es nach Boulmane – und am nächsten Tag weiter durch etwas niedrigere, aber nicht weniger sehenswerte, Gebirgszüge.

Am späten Vormittag erreichten wir die Bio-Lodge von Berber Nomaden bei Nkob, wo bereits ein Nomaden-Trekkingführer auf mich wartete und mich fragte wie lange ich denn gehen mag – es war mir egal, der alleinstehende Felsen sah nach einem guten Ziel aus und so marschierten wir fast 3 Stunden bei angenehmen 21 Grad und interessanten Gesprächen durch die steinige, karge Landschaft zu Bab’n’Ali. Der Lunch danach schmeckte wieder ausgezeichnet!

Und die heutige Unterkunft im Riad Dar Sofian in Zagora war einfach phänomenal, mit Frühstück und Abendessen am großen Pool, umgeben von wunderbar gestalteten Gärten mitten im Tal des Draa mit unzählbaren Palmen.

Leider hatten wir auch hier nur eine Nacht, wir mussten weiter, nach den Bergen lag nun die Wüste vor uns! Auf ging es nach M’hamid mit kurzem Stopp in der Oasenstadt Tamegroute zur Besichtigung der alten religiösen Bibliothek und der Cooperative der grünen Keramik, die typisch für diese Region und 100% Handarbeit ist.

In Mhamid konnten wir den Nachmittag am Pool relaxen, denn wegen eines kleinen Sandsturms mussten wir den Ausflug des Nachmittags in die Ksar der Umgebung und zu Jamal, der das Karawanenhaus seiner Vorfahren beim teilweise vom Sand überrollten Ksar Ouled Mhajar hütet, auf den nächsten Vormittag verschieben.

Und dann ging es auf die offroad-Strecke ging – wir waren in der Sahara! Und lernten, dass es dort Schulen für Nomaden gibt, dass das Wasser teilweise sehr salzig ist, dass es deshalb dort weniger Akazien gibt, aber Tamariske und Calotropis procera  (Oscher, Fettblattbaum), dass Nomaden „Kioske“ für Touristen betreiben und dass die Tücher der Berber 10m lang sein dürfen – nur der König darf 12m lange Tücher haben – und sie diese in Windeseile umbinden können.

Zum Sonnenuntergang wurden wir auf Dromedare gesetzt, die uns hoch in die unberührte Dünenlandschaft des Erg Chegaga brachten. Und die Sonne schaute dann zu unserer Freude doch noch unter den Wolken hervor.

Nach der stürmische Nacht im Berberzelt nahmen wir die offroad-Strecke wieder auf, weiter nach Süd-Westen auf der alten Paris-Dakar-Piste über den Lac Iriki mit toller Fata Morgana, die nicht nur Wasser vorgaukelt sondern sogar die Berge spiegelt, vorbei an großen Stätten mit Fossilien, wilden Eseln, an Brunnen mit Solarpanels zur Oase Foum Zguig und zurück auf asphaltierte Straßen.

Nach dem Picknick an der Kaskade von Tissint fuhren wir nach Tata, einem eher modernen Städtchen mit wenigen alten Häuser. Aber genau in einem solchen war die dortige Unterkunft, über die unser Fahrer Hassan kräftig geflucht hat, denn wir mussten das Gepäck einige Treppen hoch schleppen – dafür wurden wir in der 400-500 Jahre alten Kashbah mit einem tollen Ausblick von der Dachterrasse, urigen Zimmern und Höfen sowie einem (wie bisher immer) eiskalten Pool überrascht!

Und nach der Wüste waren wir nun wieder von Bergen umgeben – dem Anti-Atlas – mit überraschenden neuen Formationen.

Das Ziel für die nächsten zwei Tage war Tafraoute, ein Urlaubsort, der nur in der Ferienzeit lebendig ist und in dem auch prominente Marokkaner ihr Ferienhaus haben. Für uns gab es mal wieder eine ganz tolle Unterkunft – natürlich war der Pool kalt – mit hervorangender französisch interpretierter marokkanischer Küche. Am zweiten Tag standen die Erkundung der Umgebung mit den angemalten Felsen des belgischen Künstlers Jean Vérame und eine Rundfahrt durch die Schlucht der Oasen von Ait Mansour auf dem Programm.

Auf dem Weg an den Atlantik überquerten wir die letzten Berge um in den relativ schmalen Küstenstreifen mit dem wie immer graubraunen, aber fruchtbaren Farmland zu kommen. Das Essen wurde hier vom Fisch dominiert, der sowohl vom Grill als auch aus der Tajine hervorragend war. Die Küste hatte, neben Sandstränden und kleinen Fischerhöhlen in der Steilküste, bei Legzira ein malerisches Felstor zu bieten. Und das Dar Najmat in Mirleft hat einen beheizten Infinity-Pool mit Blick auf die wilde Schönheit des Atlantik.

Noch einen anderen Eindruck der marokkanischen Küste erlebten wir auf unserer letzten Station der Rundreise in Sidi R’bat mit endlosen Sandstränden, Felsen mit vielen Algen, Muscheln, Muschelsammlerinnen und dem Nationalpark Souss Massa mit Flamingos, dem schwarzen Ibis (den wir nur gesehen haben, als er über unsere Unterkunft flog) und vielen anderen Wasservögeln.

Kategorien
Afrika

Marrakesch

In Marrakesch mussten wir mitten hinein in diese faszinierende Stadt und waren wieder im Riad du Rabin untergekommen, so dass bereits die Ankunft durch die Souks des Jewish Market führte – mit all den typischen Gerüchen, Geräuschen und Bildern.

Nach der Begrüßung mit Pfefferminztee und Plätzchen haben wir nur kurz das Gepäck verstaut und dann ging es noch weiter hinein in das bunte Treiben – auf den Djeema el-Fna. Dieser Marktplatz ist so vielseitig und doch zeitlos mit den vielen Saftständen, an denen es für 2€ einen ganz frischen, leckeren Smoothie nach Wahl gibt, auf dem sich die unterschiedlichsten Fahrzeugen von Taxi über Moped, Esel, bis hin zu Fahrrädern ihren Weg zwischen Einheimischen und Touristen suchen und mit den immer gleichen Touristenfallen wie dem Affen im Trikot oder den nach der Flöte tanzenden Kobras. Es gibt so viel zu sehen, dass es nie langweilig wird.

Und diesmal wollten wir hier auch etwas essen, da gibt es die Grillstände und solche mit Eintöpfen und davon wieder sehr, sehr viele und jeder möchte Dich als Gast! Wonach wir uns entschieden haben ist schwer zu sagen, aber man hat sich wahnsinnig gefreut, dass wir da waren und sich um uns bemüht, sogar gekühlte Cola Zero gebracht. Im Gegensatz dazu musste das Grillgut ohne Kühlung auskommen, genau wie auch bei Metzgern, die wir in den Souks gesehen haben. Die Auswahl von verschiedenem Fleisch und Gemüse wurde für uns gleich frisch auf den Rost gelegt – und unser Magen hat es gut vertragen.

Nach einem Kaffee in einer der vielen Bars am Platz ging es für die erste Nacht zurück ins Riad, aber nur um am nächsten Tag und am Ende der Reise zurück zu kommen und noch mehr von der Medina und ihren Geheimnissen zu erleben.

Und dann mussten wir noch in den Jardin Majorelle mit den vielen Brunnen, dem Berber-Museum und dem tollen Blau – zum Abschluss des Tages hatten wir den Eintritt um 16:30 gebucht (das geht im Übrigen nur Online und ist aufgrund des hohen Andrangs auch unbedingt notwendig).

Anschließen aufgeregt zurückgelaufen – nachdem Andreas aus dem Berbermuseum verschwunden, aber mit Hilfe von Taxifahrern und unseren Gastgebern zurück ins Riad gebracht worden war – um auf der Dachterrasse ein gepflegtes Abendessen mit verschiedenen Vorspeisen, Tajine mit Huhn und Salzzitrone sowie Obst zum Dessert zu genießen.

Zum Abschluss der Reise besuchten wir auch noch den Bahia Palasts, der direkt neben dem Jewish Market zu finden war.

Kategorien
Afrika

Praslin, La Digue und Cerf

Bei Schneeregen wurden Meike, Chris, Barbara und Andreas am 1. Dezember 2023 von Daniel zum Flughafen gebracht. Während es in München immer mehr schneit war es ein tolles Gefühl, bald in tropische Gefilde zu kommen. Aber schon der Check-in verspätete sich und das Enteisen sollte weitere 30 Minuten dauern … leider musste es nochmal wiederholt werden, aber immerhin sind wir, mit 3 Stunden Verspätung losgeflogen … einige Stunden später wurde der Flughafen München wegen starken Schneefalls geschlossen. Und in Dubai beim Umsteigen hatten wir nochmal Glück, denn das neue Gate lag fast nebenan, so dass wir rechtzeitig ankamen und gleich weiterfliegen konnten. Nach dem kurzen Inlandsflug mit der Twin Otter sind wir so noch pünktlich morgens im weihnachtlich warmen Praslin gelandet und kurz vor Mittag auf unsere kleine Insel gebracht worden.

Chauve Souris Island

Auf Chauve Souris Island waren wir die einzigen Gäste – im Dezember vor Weihnachten ist Nebensaison auf den Seychellen – dem entsprechend wurden wir von allen sehe verwöhnt: mit gutem Essen, frischen Kokosnüssen und frisch geschnittenem Zitronengras. Sony brachte uns täglich im Boot nach Praslin. Auf Praslin gehören der Strand und die Wellen des Anse Lazio, die Coco Mer – der Weg bis zum Gipfel im Fond Ferdinand Nationalpark ist zwar schweißtreibend aber der tolle Ausblick ist es wert – und ein Ausflug zu den Schildkröten auf Curieuse einfach dazu. Schnorchel konnten wir direkt bei der Insel oder auf dem Ausflug nach St. Pierre bei starkem Wellengang. Und dass das Wetter auf den Seychellen im Dezember nicht nur Sonne pur bietet, das konnten wir täglich erleben – aber immer bei angenehmen 27°-29°! Da geht man auch im Regen baden.

Wenn man so von Wasser umgeben ist, dann gibt es natürlich auch viele Fische, die man manchmal beim Schnorcheln bewundern kann und die das Essen auf den Seychellen bestimmen. Mit ihrem Geschmack und dem für uns ungewöhnlich festem Fleisch hat jeder Fisch phantastisch geschmeckt, sowohl am Spieß, als Filet und natürlich auch im Curry – im Restaurant genau so gut wie vom Take Away oder beim Picknick auf Curieuse vom Grill.

Am Steinhaufen vor Chauve Souris Island leben viele Fische
Coco de Mer
Etwa 200 Riesenschildkröten leben auf Curieuse Island, gekrault werden mögen alle

Nach 5 Tagen auf Praslin ging es weiter nach La Digue, wo unsere Chalets und das Bikini Bottom bereits auf uns warteten. Da wir die Häuschen ohne Verpflegung gebucht hatten, wollten wir erst mal einkaufen – aber in Mahe war ein großes Sprengstofflager explodiert und im Rahmen des Notstandes haben auch in La Digue die Geschäfte geschlossen, oder zumindest fast alle, denn nachdem wir Fahrräder bekommen hatten, fanden wir auch einen geöffneten Supermarkt, in dem wir uns fürs Frühstück und mit viel Wasser ausgestattet haben und einen geöffneten Take Away, von dem wir das Abendessen mitgenommen haben.

Am nächsten Tag war dann wieder alles geöffnet und wir haben auch das E-Bike für Andreas bekommen, mit dem er uns regelmäßig weggefahren ist … bis er am 3. Tag damit weggerutscht ist. Gut das wir bereits bei Chez Jules zu Abend gegessen hatten – nachdem endlich der Regen aufgehört hatte, vor dem wir uns beim Bikini Bottom mit einem guten Smoothie oder Milchshake unterstellt hatten. Und bei schönstem Wetter konnten wir tags drauf zum Grand Anse fahren – der Weg war gar nicht so schlimm wie befürchtet, wir haben es dann auch nochmal getan – und die Wellen dort und am Petite Anse genießen. Den Wettbewerb um den schönsten Strand der 3 Inseln hat übrigens der Anse Petite gewonnen, zumindest solange die Strömung nicht zu heftig ist und man dort die hohen Wellen so richtig genießen kann. Unser Ende der Strandwanderung war am Anse Coco und für den schweißtreibenden Weg gab es zur Belohnung eine Kokosnuss bei der Strandbar.

Ankunft auf La Digue

Erwähnt werden muss natürlich noch, dass auch der FC Bayern auf La Digue präsent ist und selbst wenn gerade Sonntag und damit geschlossen ist, konnte es Simon sich nicht nehmen lassen, uns für die Fahrt noch ein Stück Kokusnuss liebevoll in Blättern zu verpacken.

Und dann ging es schon weiter mit der Fähre nach Mahe und auf unsere letzte Station auf Cerf im St. Anne Marine Park. Hier konnten wir gemütlich die Füße hochlegen, den Spa genießen und dem etwas zu häufigen Regen zuhören. Der Ausflug nach Victoria auf den Markt musste natürlich sein – auch hier gab es einiges Weihnachtsdekoration, von riesigen Kugel über Weihnachtsbäume bis zu bunten Girlanden. Auf Cerf haben wir uns dann noch zwei Kajaks genommen und konnten bei einer Tour um die Insel feststellen, dass die Fische dort ganz ordentlich zwicken können.